Bügerinitiative "Dicke Luft"
 


Auszug aus dem Genehmigungsbescheid vom 10.07.2018 (Seite 61/Absatz 4) (Mortalität = Sterblichkeitsrate)

In Herne ist die umweltbedingte Mortalität erhöht, es zeigt sich eine geringere Lebenserwartung als im Landesdurchschnitt,
eine erhöhte Gesamtkrebsrate so wie eine erhöhte Lungenkrebsrate, Darmkrebsrate und Leukämierate.
Die Ursache dieser zu beobachtenden Phänomene ist unklar, da viele dieser Erkrankungen auch mit Lebensstilfaktoren
(wie z.B. Rauchen) zusammen hängen. Ein weiterer Belastungsfaktor stellt die hohe Bevölkerungsdichte dar
(3.030 Ein-wohner/Quadratkilometer), die höchste in ganz NRW (zum Vergleich: Düsseldorf, Platz 2: 2.815 EW/km², NRW: 523 EW/km²).

Deshalb wehren Herner Bürger sich jetzt.

Wir sind eine Gruppe von Herner Bürgern denen es nicht gleichgültig ist, wie ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt wird.
Herne hat die höchsten Krebserkrankungen in ganz NRW (klick) und die meisten Fehltage (klick)

Einen großen Anteil an dieser Entwicklung tragen Industrieanlagen die es rund um Herne in großer Anzahl gibt.
Eine von diesen Dreckschleudern ist die Bodenreinigungsanlage "Suez RR IWS Remediation GmbH" an der Südstr.

 


Seit 2004 gibt es die Genehmigung zum Umgang mit Radioaktiven Stoffen an diesem Standort.


Atommüll in Herne? Das klingt absurd, das kann nicht wahr sein. Und doch ist es leider Realität. Auf Herner Stadtgebiet, worauf sich bereits sieben störanfällige Betriebe befinden, wird seit einiger Zeit Müll aus rückgebauten Atomkraftwerken behandelt sowie hochgiftige Bohrschlämme aus der Fracking-Technologie aufbereitet. Die Folge: Giftstoffe gelangen in die Umwelt und schädigen Mensch und Natur. Wir gehen davon aus, dass auf Herner und Bochumer Stadtgebiet 17.000 Menschen akut gefährdet sind, sollte es zu einem Störfall in dem Betrieb SUEZ Remediation GmbH kommen. Aber auch der alltägliche Ausstoß von gesundheitsgefährdenden Partikeln macht auf Dauer krank. Schon jetzt ist bei der Herner Bevölkerung eine erhöhte Krebsrate im Vergleich zum Landesdurchschnitt festzustellen und da fragt man sich, ob nicht ein Zusammenhang herzustellen ist. Zumindest liegt der Verdacht nahe, dass es sich um besorgniserregende Stoffe handelt, da weder von der Bezirksregierung Arnsberg noch von dem Betrieb selbst eine eindeutige Aufstellung veröffentlicht wird. Ebenfalls nicht öffentlich sind die Daten der ständigen Abluftmessung am Schornstein der Firma. Es wird im Grunde nichts unternommen, um uns Bürger zu informieren und Nachfragen bei der Stadt blieben bisher unbeantwortet. Transparenz sieht anders aus.

Was wir bisher wissen: 50 Tonnen freigemessener PCB-haltiger Müll aus Alt-Würgassen sowie 350 Tonnen freigemessener Bauschutt aus dem AKW Würgassen sind bereits nach Herne gekommen und aufbereitet worden. BUND-Studie zum freimessen
Siehe auch hier.

Dabei soll es jedoch nicht bleiben. Einem Zufall ist es zu verdanken, dass zumindest ein kleiner Teil der Herner Bevölkerung auf eine geplante Kapazitätserweiterung aufmerksam wurde. Die Firma Suez Remediation GmbH beantragt aktuell die Erhöhung ihrer Kapazitäten und dies bedeutet: die Menge an radioaktiven Abfällen, die nach Herne kommt, erhöht sich und damit auch die Gefahr einer Dioxinbelastung. Wir fragen uns weiter, ob diese Erhöhung auch eine Hinzunahme von weiteren hochbelasteten und schwer zu entsorgenden Abfallarten mit sich bringt. Unsere Annahme: Geplante Entsorgung von Bohrschlämme aus der Fracking-Technologie aus Niedersachsen sowie Nachkonditionierung (Verpackung) von Atommüll in unserer Stadt                                                                                        

Absurderweise ist nach heutiger Gesetzgebung eine solche Anlage in dieser Form nicht mehr genehmigungsfähig. Die Firma SUEZ Remediation GmbH beruft sich jedoch auf Bestandschutz und setzt auf niedrige lokale Sicherheitsstandards und die Möglichkeit für erhöhte Luftschadstoffemissionen der Stadt Herne.

Experten von Naturschutzverbänden haben bereits Bedenken geäußert und einen Einwendungsbericht an die Bezirksregierung Arnsberg gesendet.

Wir möchten diesen Zustand nicht hinnehmen und sind bereit für unsere Gesundheit zu kämpfen! Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Werden Sie aktiv und helfen unserer Bürgerinitiative, denn je mehr Menschen sich beteiligen desto größer die Beachtung seitens der Politik und des Unternehmens.

 


In Planung ist außerdem das reinigen von hochgiftigem Frackingschlamm aus Niedersachsen !!!!!


Wir möchten hier auf die Erweiterung der Deponie im Emscherbruch hinweisen. Dort sollen auch gefährliche Abfälle(DK 3 )eingelagert werden.
Auch da gegen gibt es erheblichen Protest von den Anwohnern. Siehe "uns stinkt's"

Die Anlage begann 1992 als Versuchsanlage zur thermischen Aufbereitung von verunreinigten Böden,Bauschutt oder Abfällen die wegen ihrer gefährlichkeit nicht deponiert werden können. Seit 1995 hat die Anlage eine Genehmigung zum Dauerbetrieb.

Der jetzige Antrag auf Erweiterung der Kapazität von 48000 t. auf 65000 t ist nun mehr der 22. Änderungsantrag und ist dann nach Meinung von Dipl.-Phys. Oliver Kalusch  eine völlig neue Anlage.(Bundes-Immissionsschutzgesetz)
Erst gehörte die Anlage der Hochtief Umwelt GmbH, dann BRZ ( Bodenreinigungszentrum Herne GmbH ) und danach zum französischem Suez Konzern. Dieser Konzern hat weltweite Beteiligungen unter anderem auch in der Atomindustrie.

Den Kampf gegen diese Anlage führen die Bürger nun schon seit über 20 Jahren. Bereits 1995 gab es 150 Einwendungen gegen den Antrag auf Dauergenehmigung und immer gab es von seiten der Stadt keinerlei Unterstützung für die Sorgen der Bürger.

Und wie reagiert die Politik im Falle von Sita/Suez (Klick)

Die Fa. Suez behandelt PCB belastetet Materialien
PCB - Was ist das?
Das ist die Abkürzung für Polychlorierte Biphenyle. Es sind künstlich hergestellte chlorierte Kohlenwasserstoffe. Ab 1998 wurde die Verwendung in der BRD verboten. Siehe auch Seite Umweltgifte

 Siehe auch: Könnes kämpft


Stickstoffdioxid was ist das (Klick)

 Stickstoffdioxid Belastung Herne

Stickstoffoxide entstehen hauptsächlich bei Verbrennungsprozessen in Anlagen und Motoren. In Verbindung mit Luftsauerstoff entsteht das gesundheitsschädigende Stickstoffdioxid (NO2). Neben dem Verkehr gibt es in Herne aber auch Kraftwerke, Feuerungsanlagen, Chemieanlagen und Aufbereitungsanlagen.
Etwa 28% des Stickstoffes in Herne wird von Kraftfahrzeugen ausgestoßen (Stand 2012), für den Großteil (67,5% Stand 2015) ist aber die Industrie
verantwortlich und nur zu 5% der Hausbrand. Doch gerade private Heizungsanlagen erhalten immer größere Auflagen und die Industrie großzügige
Außnahmegenehmigungen.
                                                                          
Fa. Suez und Stickoxide

Für den Ausstoß von NOx hat die Fa. Suez ein Ausnahmegenehmigung  (bestehend seit ca. 20 Jahren), die einen Grenzwert ( 400mg/m³ ) der doppelt
so hoch ist wie der zur Zeit geltende gesetzliche Grenzwert von 200mg/m³.
Nach heutigem Stand der Technik sind aber Filter vorhanden die den Ausstoß begrenzen würden.
Jedem europäischen Fahrer eines älteren Dieselfahrzeuges drohen Fahrverbote oder er muss teuer Nachrüsten (was natürlich sinnvoll bezüglich der Luftreinhaltung ist) nur ein so großer Konzern wie die Fa. Suez bekommt einen Persilschein.
Unsere Vermutung ist aber das für den Einbau neuerer Filter die bestehende Anlage so umgebaut werden müsste das diese dann praktisch eine Neuanlage darstellen würde und dann nicht mehr Genehmigungsfähig wäre. Darum scheut die Firma vermutlich den Einsatz besserer Filter.

Durch diese Maßnahme ist die Einhaltung der Grenzwerte im Luftreinhaltplan für Herne kaum möglich. Emissionslogistik alleine kann dieses Problem für Herne allein nicht lösen. Auch die Industrie in Herne ist aufgefordert gesetzliche Grenzwerte einzuhalten und die EU Richtlinien zu befolgen.
Von der Kommission Reinhaltung der Luft VDI und DIN wird unter Gesichtspunkten der gesundheitlichen Vorsorge ein Wert von 20µg/m³ im Jahresmittel angestrebt für eine langjährige Belastung in einem Wohngebiet. Der zu Zeit gültige Grenzwert beträgt 40µg/m³.
Die Gesundheitlichen Auswirkungen für Anwohner könnten mitverantwortlich sein für Lungenerkrankungen (Nichtraucher) und Herz- und Kreislaufproblemen durch eine zu hohe Stickstoffdioxid Belastung.
Hinsichtlich der Kurzzeiteinwirkung und einer Zunahme der NO2 Belastung könnte das auch eine Zunahme der Gesamtsterblichkeit bedeutet.